Bernhard Fiebig

14. 12. 2017

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Ergebniss contra Anschein

oder

Was ist Leistung und was nicht?

Ein Kollege schenkte mir vor vielen Jahren die Weisheit: "Junge, du musst immer wackeln und geschäftig tun, da kommt der Chef nicht auf die Idee, dich für neue Arbeiten einzuteilen."! Nun ja, vielleicht teilte er diese Arbeitsregel nur deswegen mit mir, weil ich als Lehrling mit ihm mitlaufen musste. Und diese Mitläuferschaft dürfen Sie jetzt ruhig wörtlich nehmen. Heute halte ich diesen Gedanken für eine blanke Torrheit.

Nur so zu tun, als ob ich etwas leiste, macht nur Sinn, wenn niemand diese Schummelei bemerkt. Mit anderen Worten, ich verlasse mich darauf, dass alle anderen nicht schlau genug sind die Täuschung zu erkennen.

Denke ich so, kann es auch nicht schwer sein, selber etwas Messbares zu leisten, schliesslich sind die Anderen von mir als nicht besonders intelligent eingestuft worden.

Oder anders gefragt: Warum sollte ich mich auf eine unsichere Dummheit um mich herum verlassen, statt auf meine eigenen Stärken? Warum sollte ich lügen, statt ehrliche Arbeit abzuliefern? Weil andere es auch so machen? Nun ja, das sind dann wohl diejenigen, die auch mich für dumm halten?

Ich wünsche mir eine Kultur der Anerkennung tatsächlicher Leistungen und der Schmähung von erschwindeltem Ruhm. Ich vermisse auch eine Fehlertoleranz. Wer aus gutem Wollen und mit nachvollziehbaren Gründen etwas schaffen wollte, aber scheiterte, dem sollten wir ebenfalls Respekt zollen, für seinen Mut und seine Tatkraft.

Im absoluten Klartext:


Faulheit und Lüge gehören bestraft.


Fleiß und Ehrlichkeit gehören belohnt.

 

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